Künstliche Intelligenz (KI) ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und eine so selbstverständliche Begleiterin, dass man sie zum Teil kaum mehr wahrnimmt.
Auch in der Medizin spielt KI eine zunehmend wichtige Rolle.
Aktuelle, valide Studien (1) beweisen, dass die Anwendung von KI als Ergänzung zu der medizinisch-endoskopischen Diagnostik inzwischen eine deutliche Verbesserung der Untersuchungsqualität zeigt. Sie ist somit eine wesentliche Hilfestellung für die ärztliche Arbeit und bietet noch mehr Sicherheit im Rahmen der Untersuchung. Indem es die Erkennung von Läsionen unterstützt, trägt die KI dazu bei, die sogenannte Adenomdetektionsrate (Zahl der gefundenen Polypen) deutlich um ca. 23% zu erhöhen. Dahinter steht die Absicht, die Qualität des Darmkrebs-Screenings und seine präventive Wirksamkeit gegen kolorektale Karzinome zu steigern. Die KI ermöglicht damit eine zeitnahe Intervention und verbessert die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erheblich. Natürlich wird die KI ergänzend verwendet und dient dem ärztlichen Endoskopiker als zusätzliche Hilfe, das heißt der Arzt wird nicht ersetzt, sondern um eine digitale Kompetenz ergänzt. Von den meisten privaten Krankenkassen werden die Kosten übernommen, bei gesetzlich versicherten Patienten ist dies eine iGEL Leistung und wird nach GOÄ berechnet.
Weitere technische Neuerungen in unserem Endoskopiebereich:
Während der Darmspiegelungen verwenden wir das Gerät ScopeGuide. ScopeGuide zeigt eine exakte 3D-Rekonstruktion der Position und Form des Endoskops im Darm. Da ScopeGuide keine Röntgenstrahlung für die Positionsbestimmung nutzt, kann es während der gesamten Untersuchung verwendet werden. Damit können wir viel leichter und besser das Ende des Dickdarms (Zökum) erreichen, auch bei schwierigen anatomischen Verhältnissen.
Eine weitere Neuerung im Bereich der High End Endoskopietechnik ist die TXI Technologie. Ziel der TXI-Technologie ist es, die Sichtbarkeit von potenziell verdächtigem Gewebe wie Entzündungen, flachen oder vertieften Läsionen zu erhöhen. Dies gelingt mithilfe eines Weißlicht Bildgebungseffekts, der Farbe, Struktur und Helligkeit verbessert (2).
Referenz 1:
A computer-aided polyp detection system in screening and surveillance colonoscopy: an international, multicentre, randomised, tandem trial
Michiel H J Maas et al., Lancet Digit Health, 2024 Mar;6(3):e157-e165.
doi: 10.1016/S2589-7500(23)00242-X.
Referenz 2:
American Cancer Society. Colorectal Cancer Facts & Figures 2017-2019; p 15;
Verfügbar unter:
https://www.cancer.org/content/dam/cancer-org/research/cancer-facts-and-statistics/ colorectal-cancer-facts-and-figures/colorectal-cancer-facts-and-figures-2017-2019.pdf
aktuell stellen wir unser System für Sie um, damit Sie bereits in wenigen Wochen Ihre Termine in unserer Praxis online buchen können.
Bis dahin bitten wir Sie um Geduld.
Sie können uns bis dahin auf dem gewohnten Wege kontaktieren.